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Verena Lung-Schmid
Akad. Marketerin
Mediatorin

Im Weingarten 24
6858 Schwarzach | Österreich

T +43 664 157 70 97
info@mamemo.at

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30/08/2019
Mediation

Streiten ist mitunter gesund!

Warum Harmonie nicht immer gut ist.

Streit ein kein Zeichen für eine schlechte Beziehung, sondern oft auch von einer funktionierenden. Konflikten auszuweichen ist häufig kontraproduktiv. Ungelöst verschlimmern sie sich meistens noch.

Klingt paradox: Je mehr man versucht Streit auszuweichen, desto mehr befeuert man sie in der Regel. Eine Lösung erscheint dann immer noch ferner und unwahrscheinlicher.

 

Ein Streit hat nach dem Konfliktforscher Friedrich Glasl drei Phasen der Eskalation:

 

  • Phase 1: Alles beginnt mit einem Problem, über das man diskutiert und streitet. Doch bei der Suche nach einer Lösung verhärten sich allmählich die Standpunkte. Eigentlich wäre jetzt noch ein für beide Seiten akzeptables Übereinkommen möglich. Noch geht es um die ursprüngliche Angelegenheit. Doch letztlich verfestigt sich bei einem der Disputanten die Ansicht, mit Worten nichts mehr erreichen zu können.

 

  • Phase 2: Es wird persönlich zwischen den Disputanten. Es geht nicht mehr um die Sache. Oftmals werden weitere Personen in den Konflikt hineingezogen. Die Kontrahenten kritisieren den jeweils anderen hinter ihrem Rücken, beklagen sich bei Freunden oder Kollegen etwa über seinen Charakter. Sie suchen nach Wegen, ihn zu demütigen.

 

  • Phase 3: Die Streitenden haben jede Empathie füreinander verloren. Es kommt zu mutwilligen Schädigungen. Nach und nach verlieren die Kontrahenten ihre eigenen Bedürfnisse aus dem Blick. Ein Gewinn ist nur noch der Verlust des anderen. Bis am Ende nur noch eines zählt: dem anderen nachhaltig zu schaden.

 

Friedrich Glasl hat in seiner Funktion als Streitschlichter viele Konflikte eskalieren sehen. Streitigkeiten zwischen Paaren, Kollegen, Nachbarn, in der Familie. Fast nie sind handfeste Sachgründe dabei ausschlaggebend. 

Die "richtige" Streitkultur!

Streiten, das ist wissenschaftlich belegt, ist nicht automatisch schädlich. Eine Auseinandersetzung vermag das Miteinander sogar zu stärken und zu beleben. Allerdings nur dann, wenn sie bestimmten Grundsätzen folgt.

 

Aus den Erkenntnissen der Wissenschaft lassen sich acht Regeln für "richtiges Streiten" ableiten.

I. Wir sollten unsere Kraft nur in aussichtsreiche Konflikte investieren.

 

II. Man muss sich und dem Partner den eigenen Standpunkt klarmachen.

 

III. Wir müssen zuhören und den anderen wirklich verstehen.

 

IV. Es geht um die Sache, nicht um die jeweilige Person.

 

V. Jeder muss Luft holen, den Streit zwischendurch unterbrechen.

 

VI. Wichtig ist, seine Kompromissbereitschaft zu signalisieren.

 

VII. Wir sollten nicht zögern, die Hilfe Dritter zu suchen.

 

VIII. Nach dem Streit Zeichen der Versöhnung etablieren.

Auf der Suche nach der richtigen Lösung!

Ob in der Familie, unter Kollegen - im privaten oder beruflichen Umfeld: Manche Auseinandersetzung schlägt tiefe Wunden. Die Streitenden gelangen oftmals in einen Kreislauf gegenseitiger Verletzungen. 

Eine Mediation kann helfen, einen Ausweg zu finden. 

 

Eine außenstehende dritte Person - der Mediator - unterstützt dabei, wieder aufeinander zuzugehen und gemeinsam eine Einigung zu erarbeiten. Sich vielleicht sogar wieder zu versöhnen. Beiden Seiten zugewandt, setzt sich ein Mediator gleichermaßen für alle Beteiligten ein. 

Hilft ihnen, den eigenen Standpunkt darlegen zu können und den des anderen zu verstehen. Der Mediator stellt die richtigen Fragen zur richtigen Zeit, hört zu und wiederholt, dabei werden die Inhalte visualisiert. So entstehen Verständnis und werden Ideen für Verbesserungen geweckt.

Durch die gemeinsame Suche und Ideenentwicklung, können nachhaltige Lösungsmöglichkeiten gefunden werden.

 

 

 

 

 

Möchtest du mehr über die acht Regeln für "richtiges" Streiten wissen? Zum Beispiel: Was sind aussichtsreiche Konflikte? 

Dann folge mir auf Facebook oder Instagram - in meinem nächsten Blog werde ich dieses Thema vertiefen.